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Gelöschte Facebook-Fanpage reaktivieren? Wie geht das?

Facebook-Fanpage ReaktivierungWenn eine Facebook-Seite oder Facebook-Fanpage vom alleinigen Admin gelöscht wurde, stehen alle Zeichen bei der Geschäftsführung auf Alarmstufe rot. Dann muss es schnell gehen, um überhaupt noch eine Chance zu haben, die mühsam und teuer aufgebauten Facebook-Fans und das damit verbundene Investment nicht zu verlieren.

Über das Backend von Facebook kommt man - wenn die restlichen Mitarbeiter nur Redakteursstatus hatten - nicht mehr an die Facebook-Seite heran.

Unabhängig davon welche Motivation der bisherige alleinige Admin die Facebook-Fanpage gelöscht hat führt ab dem Zeitpunkt nur ein Weg zum Erfolg und das ist der Weg über die richtigen Kanäle zu Facebook USA.

Wir halten es dabei für extrem wichtig, die richtigen Daten bei Facebook in den richtigen Kanal zu geben, damit dort der richtige Prozess angestoßen werden kann. Ein Kontaktformular für die Reaktivierung einer gelöschten Facebook-Seite ist uns nicht bekannt.

In dem nachfolgenden Artikel erfahren Sie, was wir für Sie tun können, um eine Reaktivierung bzw. eine Wiederherstellung Ihres Facebook Kontos zu erreichen!

Bildquelle: breaking rope comugnero silvana fotolia.com

Was Sie für die Reaktivierung einer Facebook-Fanpage wissen müssen!

1. Eine Reaktivierung ist erfolgversprechend, wenn seit der Löschung noch keine 14 Tage vergangen sind.

Eine Löschung ist laut Auskunft von Facebook nicht direkt unmittelbar wirksam! Im Netz findet man Blogbeiträge, in denen von einer Reaktivierungsfrist von 14 Tagen bis zu einem Monat die Rede ist. Ob diese Fristangaben der Wahrheit entsprechen, können wir nicht sagen. Fakt ist aber, dass bei einer Löschung einer Facebook-Seite Gefahr in Verzug ist und man keine Zeit verlieren sollte. Der Aufwand, der für eine Reaktivierung einer Facebook-Fanpage erforderlich ist, ist nämlich nicht ganz gering. Dies gilt inbesondere dann, wenn der bisherige Admin die Facebook-Seite voll vorsätzlich gelöscht hat, z.B. weil er von dem Seitenbetreiber entlassen wurde oder sich aus sonstigen Gründen mit der Firma / dem Seitenbetreiber verkracht hat.

In letzter Konsequenz ist dann nämlich eine Übertragung der Admin-Stellung der Facebook-Seite notwendig. Dem bisherigen Admin wird die Admin-Stellung entzogen.

Optimal ist es, wenn die Facebook-Fanpage nur "deaktiviert" wurde und keine Löschung vorliegt. Dann gelten die vorgenannten Fristen und die Dringlichkeit nicht. Die Facebook-Seite lässt sich bei einer einfachen Deaktivierung mit einem einfachen Klick des Admins wieder aktivieren. Aber auch in solch einer Konstellation kann es sein, dass sich der alleinige Admin quer-stellt und die Deaktivierung der Seite als Druckmittel zur Durchsetzung seiner Ziele einsetzt.

2. Welche Informationen und Dokumente benötigt man, um die Admin-Stellung von Facebook übertragen zu bekommen?

Damit Ihre Reaktivierung nun reibungslos abläuft und niemand anderes auf unbefugte Weise ihre Facebook Seite reaktiviert, braucht Facebook gewisse Informationen von Ihnen, um zu gewährleisten, dass die Facebook-Seite in die Hände des Berechtigten gerät.

Facebook hat für die Reaktivierung einer Facebook-Fanpage und die damit verbundene Übertragung der Admin-Rechte einer Facebook-Seite einen geordneten Prozess. Wenn man weiß, wie man diesen Prozess anstoßen kann, sollte man ihn mit den richtigen Dokumenten füttern! Facebook möchte z.B. wissen:

- Welche URL hat die Facebook-Fanpage hatte (Gelöschte URL sind schwierig im Nachhinein herauszufinden! - Tipp: Notieren Sie Ihre URL im Vorhinein, z.B. als Bookmark in Ihrem Browser);

- Welchen Namen hatte Ihre Seite;

- Wer war bisheriger Administrator? Halten Sie den Link auf dessen Facebook-Profil bereit;

- Wann kam es zu der Löschung oder zu der Sperrung?

Wenn Sie diese Informationen zusammengetragen haben, benötigen Sie nur noch die für eine Übertragung der Admin-Stellung erforderlichen Dokumente.

- Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG, etc.) oder eingetragenen Personenhandelsgesellschaften (OHG, KG, etc.) eine beglaubigte Übersetzung eines Handelsregisterauszuges; bei einem e.V. eine beglaubigte Übersetzung eines Vereinsregisterauszuges; falls derartiges nicht existiert eine beglaubigte Übersetzung eines sonstigen offiziellen Dokumentes, aus dem Ihr Zusammenhang mit der Facebook-Fanpage hervorgeht (z.B. Gewerbeschein).

- Eine notariell beglaubigte Erklärung (d.h. keine notariell beurkundete Erklärung) von der Geschäftsführung / dem Vorstand des berechtigten Unternehmens / Seiteninhabers in deutscher Sprache, die folgende Informationen enthält:

- eine Beschreibung, in welcher Beziehung der Antragsteller zu der Facebook-Seite steht;

- dazu muss der Name der Person genannt werden, der die Seite bisher administriert hat;

- eine Erläuterung des Sachverhalts bzgl. der Beendigung der Geschäftsbeziehung bzw. des Anstellungsverhältnisses der bisherigen Administratoren vorliegen;

- zu dem vorgenannten Punkt müssen Nachweise geliefert werden (zB eine Kopie des Personalausweises des Unterzeichners der notariell beglaubigten Erklärung) und ggf. Aufträge, Angebote und Rechnungen, falls der bisherige Admin ein Dienstleister war. Sollte der bisherige Admin der Facebook-Seite ein Mitarbeiter gewesen sein, ggf. des Arbeitsvertrag;

- es muss die Person bzw. die bei Facebook hinterlegte Email-Adresse genannt werden, die nun Administrator werden soll;

- zum Schluss muss eine Klausel in englischer Sprache in der deutschsprachigen notariell beglaubigten Erklärung enthalten sein, wonach sich der Unterzeichner bereit erklärt, dass er sich der "Strafe des Meineids nach US-Recht" unterwirft, die dann eingreifen soll, wenn die gemachten Angaben falsch sein sollten! (Keine Sorge! Solange Ihre Ansprüche auf die Facebook-Seite begründet sind, droht Ihnen kein Ungemach. Sie dürfen letztlich nur keine inhaltlich falschen Angaben machen und müssen de facto tatsächlich der bisherige Seitenbetreiber sein, dem durch die verbotene Eigenmacht oder Fahrlässigkeit des bisherigen Admins die Facebook-Seite entzogen wurde).

3. Wie geht es weiter?

Wenn Sie alle Dokumente zusammen getragen haben, müssen Sie diese von einem öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer ins Englische übersetzen lassen. Die Kosten sollten dabei ca. 300,- Euro bis 500,- Euro nicht übersteigen.

Das gesamte Paket schickt man dann per E-Mail an seinen Kontakt bei Facebook-USA.

Eine Antwort von Facebook-USA erhalten Sie dann in der Regel in einem Zeitrahmen von 2 Stunden bis zu 2 Tagen.

4. Ende gut alles gut?

Eine Garantie, dass Sie noch einmal Herr über die eigene Facebook-Fanpage / Facebook-Seite werden, kann Ihnen - auch bei Einhaltung der vorgenannten Vorgehensweise niemand geben. Das Vorgehen ist recht kompliziert und kann schlimmstenfalls zu unbeabsichtigten Rechtsfolgen führen, z.B. wenn es mehrere Berechtigte an der Seite gibt. Wenn alles gut geht, hat man aber erst einmal Fakten geschaffen.

Das größte Problem liegt aber nicht in der Organisation der Dokumente, sondern darin, den richtigen Kanal bei Facebook-USA anzutriggern.

Wir Ihnen nur ans Herz legen, professionelle Hilfe bei der Reaktivierung Ihrer Facebook-Seite in Anspruch zu nehmen.

Falls Sie Interesse an unserem Support haben, melden Sie sich einfach unter 0681 94005430 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Erstkontakt ist kostenfrei. Anschließend können wir für Sie die notwendigen notariellen Erklärungen vorbereiten und diese und Nachweise übersetzen lassen.

Ob die entstehenden Notar- und Anwaltskosten sowie die Kosten für die Übersetzungen von dem für die Löschung der Seite Verantwortlichen ersetzt verlangt werden können, kann man nur im Einzelfall beurteilen.

Wenn alles gut geht, haben Sie jedenfalls - ohne unnötigen Stress - im Handumdrehen Ihre Facebook-Seite wieder reaktiviert und können ohne große Verluste Ihre Facebook-Fanpage wieder im Online-Marketing nutzen.

 

Autor: Kevin Leibold
Über den Autor:
Herr Kevin Leibold ist seit Mai 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei DURY Rechtsanwälte im Bereich des Datenschutzrechtes, des gewerblichen Rechtsschutzes und IT-Rechts.

*Wichtiger Hinweis:

Alle Leistungen, außer der Bearbeitung von Filesharing-Fällen für Verbraucher i.S.d. § 13 BGB, richten sich ausschließlich an Unternehmer i.S.d. § 14 BGB, nicht an Verbraucher i.S.d. § 13 BGB! Alle Preisangaben außerhalb des Bereichs der Abwehr von urheberrechtlichen Abmahnung wegen Filesharings erfolgen daher als Netto-Preise.

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